M+E-Arbeitsmarkt nach zweieinhalb Jahren Rezession stark unter Druck
Personalpläne weiter abwärtsgerichtet
28.11.2025
Das diesjährige Motto zum Tag der Metall- und Elektro-Industrie lautet: „Soziale Marktwirtschaft – Von der Krise zur Reform“. Denn: Unser Sozialsystem steht unter Druck. Durchgreifende Reformen sind nötig, um die soziale Absicherung dort, wo sie gebraucht wird, zu erhalten. Aber welche Prinzipien liegen dem Sozialstaat zugrunde – und was folgt daraus für eine umfassende Reformagenda?
Darüber sprechen wir mit unseren Gästen. Gegen 18:00 Uhr erwarten wir unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz. Wir bieten zur Veranstaltung einen Livestream an.


Investitionskrise droht Fortsetzung: Die leichte Stabilisierung der Investitionen im Q3-2025 war allein auf höhere Staatsausgaben (+1,9 Prozent zum Q2) zurückzuführen. Die privaten Investitionen stagnierten dagegen – sie blieben damit 12 Prozent unter dem Niveau von 2019. Das spiegelt sich auch in den ifo-Investitionsplänen für die M+E-Industrie wider: 39 Prozent der M+E-Unternehmen haben ihr Investitionsbudget in diesem Jahr gekürzt, nur 16 Prozent haben es ausgeweitet. Im Frühjahr waren die Betriebe noch zuversichtlicher. Der Saldo aus höheren und niedrigeren Investitionen fiel von -2 Punkten im H1 auf jetzt -23 Punkte. Nur während der Corona-Krise 2020 mussten noch mehr Unternehmen ihre Investitionen kürzen. Auch für 2026 sind die Investitionspläne im Saldo negativ: Hier gehen zwar 26 Prozent der Firmen von höheren Investitionen als im aktuellen Jahr aus, 33 Prozent planen das Budget aber (noch) weiter zu reduzieren. Mehr Investitionen gibt es nur mit echten Strukturreformen und besseren Rahmenbedingungen.

Im Einsatz für Deutschlands größte Industriebranche: Als Interessenvertretung der Metall- und Elektro-Industrie ist Gesamtmetall dort aktiv, wo bundesweite gemeinsame Positionen zu erarbeiten und zu vertreten sind.
Gesamtmetall ist der Dachverband der Arbeitgeberverbände der M+E-Industrie mit Sitz am Potsdamer Platz in Berlin. Die Metall- und Elektro-Industrie ist die Schlüsselbranche Deutschlands mit über 25.000 Betrieben und rund 3,9 Millionen Beschäftigten.
